Auf Entdeckungstour unter den Nordtiroler Burgen

Entlang der wichtigen Verkehrsrouten findet man in Nordtirol eine große Zahl herrlicher Burgen. Sie waren weniger militärische Einrichtungen, sondern häufig reine Verwaltungszentren. Einige von ihnen wurden auch zu Schlössern umgewandelt. In Nordtirol, das entlang der alten Römerstraße zahlreiche Befestigungsanlagen aufweist, haben die Burgen das Erscheinungsbild der Landschaft entscheidend mitgeprägt.

Bekannt ist das Schloss Matzen, das als Burg erstmals im zwölften Jahrhundert erwähnt wird. Einst im Besitz von Rittern gelangte es im Spätmittelalter in Privatbesitz, wo es zu einem Wohnschloss umgebaut wurde. Heute ist sind seine romantischen Arkadengänge und Burghöfe touristischer Anziehungsmagnet für viele Besucher. Auch die spätgotische Kapelle innerhalb der Anlage ist eine kunsthistorische Sehenswürdigkeit. Erst 2008, nach wechselvollen Ereignissen unter zahlreichen Vorbesitzern, hat man die Anlage vollständig renoviert. Nun dient sie als Schlosshotel und verfügt über einen imposanten 200.000 m² großen Park. Dieser Park ist eines der schönsten Naturdenkmäler Tirols.

Viele Schlösser in Nordtirol sind nach wie vor in Familienbesitz, sodass keine Besichtigung möglich ist. Andere wiederum wurden aufwendig restauriert und in Museen umgewandelt. So auch die Burg Hasegg in Hall. Sie wurde zum Schutz der Stadt errichtet und liegt an der alten Salzstraße. Im Mittelalter war Hall ein wichtiges Zentrum des Salzbergbaus. Hierher wurde auch die Haller Münzstätte verlegt, in der im 18. Jahrhundert der berühmte Maria-Theresien-Taler in einer Auflage von 17 Millionen geprägt wurde. Man verwendete diese Münze damals sogar weltweit als Zahlungsmittel.

Burg Rheinfels gehört zu den schönsten Bogen von Nordtirol, doch ist sie der Öffentlichkeit leider nicht zugänglich. Burg Stein wurde von den Rittern von Freudenberg verrichtet. Zur hoch gelegenen Festungsanlage gelang man über eine Treppe mit 150 Stufen. Die Burg Lichtenberg ist eigentlich ein Schloss, das in vielen Jahrhunderten immer wieder umgebaut wurde. Sie besitzt zwei Bergfriede und ein Palais, das man im 18. Jahrhundert durch ein barockes Theater ergänzte. Das kann man heute noch besichtigen.

 

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